Anthropic hat nach eigenen Angaben eine Gruppe im Norden des Jemen gesperrt, die den KI-Dienst Claude für drei Waffenprojekte genutzt haben soll. Das Gebiet wird von Huthi-Rebellen kontrolliert. Das Unternehmen nennt die Akteure nicht namentlich.
Die Nutzer ließen laut Bericht mithilfe der Software Claude Code Programme für Steuerung, Navigation und Kontrolle entwickeln. Betroffen waren demnach eine gelenkte Rakete, eine mehrstufige ballistische Rakete und ein Konzept mit Hyperschall-Gleitflugkörper. Viele Anfragen seien abgefangen worden. Die Gruppe habe Schutzvorkehrungen aber umgangen, indem sie Vorhaben verdeckte und Aufgaben auf mehrere Sitzungen verteilte.
Anthropic zufolge wurde eine gelenkte Rakete getestet, der Versuch scheiterte jedoch. Ein einsatzfähiges System sei nicht entstanden. Das Unternehmen warnt, moderne KI könne Fachwissen für Waffenentwicklung leichter zugänglich machen.
Für Ulm und Umgebung ist keine unmittelbare Auswirkung bekannt. Der Fall betrifft aber auch hier die Frage, wie Anbieter ihre KI-Dienste gegen militärischen Missbrauch absichern.


