Regen nach Wochen der Trockenheit entlastet die Felder rund um Ulm nur teilweise. Bei bereits geerntetem Getreide kann er die Erträge nicht mehr verändern. Für Mais, Kartoffeln und Grünland kommt Wasser zwar noch hilfreich, Schäden durch Hitze und Wassermangel können jedoch bleiben.
Im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Neu-Ulm berichten Betriebe von geringen Erträgen. Besonders Mais und Kartoffeln leiden unter dem trockenen Sommer; auch Futter für Tiere wird knapp. Der Bayerische Bauernverband hatte Anfang August für Schwaben auf sichtbaren Trockenstress beim Mais hingewiesen. Das Landwirtschaftsministerium erwartet in Bayern je nach Boden, Wasserversorgung und Region sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Einzelne Schauer reichen nach Einschätzung des Bauernverbands nicht aus, um die Böden dauerhaft zu durchfeuchten. Nötig seien regelmäßige und flächige Niederschläge. Das Land verweist zugleich auf Beratung, Forschung zu wassersparendem Anbau und die Förderung von Mehrgefahrenversicherungen. Wie hoch die Ausfälle in der Region tatsächlich ausfallen, wird sich erst nach den noch laufenden Ernten genauer zeigen.


