Der Bundesverband der Binnenschifffahrt (BDB) fordert mehr Unterstützung des Staates für den Transport von Gütern auch bei großer Trockenheit.
Zwar soll der Umbau von Binnenschiffen für den Betrieb bei Niedrigwasser aufgestockt werden: „Allerdings fördert der Bund immer noch nicht die Anschaffung und den Bau niedrigwasseroptimierter Schiffe“, sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen dem „Spiegel“. Im Förderdickicht von Bund und Ländern sei dies bislang übersehen worden. Dabei wäre Unterstützung sinnvoll, um den Umbau der Flotte zu beschleunigen.
Der Preis eines neuen Binnenschiffes hat sich in den vergangenen Jahren von vier bis fünf auf eher sieben bis acht Millionen Euro verteuert. Neuanschaffungen sind deshalb finanziell unattraktiv. Zumal Niedrigwasserschiffe einen Nachteil haben, wenn ausreichend Wasser in Flüssen und Kanälen vorhanden ist. Manche Spezialschiffe sind mit bis zu 15 Meter fast ein Viertel breiter als normale Lastkähne. Damit könnten sie auf Kanälen nicht verkehren, sagte Schwanen.
Eine staatliche Anschubfinanzierung wäre also durchaus willkommen. Nur ist eine solche Förderung in der Zuständigkeit des Bundeswirtschaftsministeriums von Katherina Reiche (CDU) und nicht des Bundesverkehrsministeriums.
dts Nachrichtenagentur


