Eine aktuelle Studie von Economist Impact, unterstützt von Telstra International, offenbart eine erhebliche mangelnde Vorbereitung von Organisationen in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und Deutschland auf weitreichende digitale Störungen. Die Untersuchung, deren Ergebnisse am 14. April 2026 veröffentlicht wurden und auf einer Befragung von über 1.400 Führungskräften basieren, zeigt auf, dass die identifizierten Schwachstellen weniger in technischen Defiziten als vielmehr in unzureichender Governance, begrenzter Koordination und mangelnder Transparenz über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus begründet liegen.
Den Studienergebnissen zufolge vertrauen weniger als 20 Prozent der Führungskräfte in den USA (19 Prozent) und im Vereinigten Königreich (20 Prozent) auf die Effektivität der sektorübergreifenden Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern bei Störungsereignissen. Ähnliche Bedenken bestehen hinsichtlich des Zugangs zu qualifizierten Talenten, den nur 22 Prozent der US-amerikanischen und 18 Prozent der britischen Befragten als Stärke bewerten. Im Gegensatz dazu besteht ein höheres Vertrauen in interne Strukturen wie die Cybersicherheitsplanung und regulatorische Rahmenbedingungen, wobei Deutschland hier mit 70 Prozent Zuversicht führend ist, gefolgt von den USA (54 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (51 Prozent).
Die Studie hebt hervor, dass lediglich ein Viertel der Organisationen effektiv auf tatsächliche Störungen reagiert, da die Governance-Strukturen und Ökosysteme den komplexer werdenden Risiken nicht ausreichend begegnen. Besorgniserregend ist ferner, dass nur 14 Prozent der Unternehmen klimabezogene Risiken in ihre digitale Resilienzplanung integrieren. Dies geschieht, obwohl Umweltereignisse direkte Auswirkungen auf die Stromversorgung, Rechenzentren und Wiederherstellungszeiten haben. Die rapide Beschleunigung der Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) verstärkt zudem den Druck auf die Energie- und Wassersysteme, wodurch die Konsequenzen von Infrastrukturversagen zunehmend kritisch werden. Aktuelle großflächige Ausfälle durch extreme Wetterbedingungen unterstreichen die Anfälligkeit digitaler Kommunikationsnetze und Dienste für nicht-cyberbedingte Störungen.
Roary Stasko, CEO von Telstra International, kommentierte die Ergebnisse wie folgt: ‚Was in dieser Studie hervorsticht, ist nicht ein Mangel an Absicht, sondern eine Kluft zwischen Ambition und Ausführung. Viele Organisationen glauben, vorbereitet zu sein, doch Störungen offenbaren weiterhin Schwächen in der Governance, Koordination und Entscheidungsfindung, insbesondere jenseits ihrer eigenen Mauern. In einer stark vernetzten digitalen Wirtschaft kann digitale Resilienz nicht in Silos aufgebaut werden. Sie muss von ganz oben verantwortet, über Ökosysteme hinweg getestet und als zentrale Geschäftsfähigkeit behandelt werden.‘ Diese Erkenntnisse betonen die dringende Notwendigkeit für Unternehmen und Regierungen, ihre Ansätze zur digitalen Resilienz umfassend zu überprüfen und zu stärken, um den Herausforderungen einer zunehmend vernetzten und anfälligen digitalen Landschaft wirksam begegnen zu können.
Ulm TV – Presse Bayern


