Der Bund der Steuerzahler (BdSt) warnt vor einem Einstieg des Landes beim Chemiekonzern Evonik: „Die Sorge um die Arbeitsplätze bei Evonik in Nordrhein-Westfalen ist berechtigt. Aber ein Einstieg des Landes, um eine Übernahme durch die BASF abzuwehren, würde die Steuerzahler mit unkalkulierbaren Risiken belasten, ohne die Sicherheit der Jobs zu garantieren“, sagte Rik Steinheuer, NRW-Chef des BdSt, der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).
Nur wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und funktionierende Geschäftsmodelle – ob eigenständig oder unter dem Dach der BASF – sicherten die Chemiearbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen langfristig, so der NRW-Chef des BdSt weiter. Die SPD hat den Staatseinstieg bei Evonik gefordert, nachdem BASF ein Übernahmeangebot unterbreitet hat.
Zugleich warnte Steinheuer vor einem möglichen Tausch von Evonik- in BASF-Aktien bei der RAG-Stiftung: „Bei der RAG-Stiftung muss die zuverlässige Absicherung der Ewigkeitslasten des Bergbaus Entscheidungsmaßstab sein. Ein Aktientausch würde das Klumpenrisiko der hohen Beteiligung an der kriselnden Chemiebranche beibehalten.“ Besser sei eine breite Streuung des Vermögens. Die RAG-Stiftung hält 43 Prozent der Evonik-Aktien.
dts Nachrichtenagentur


