Der Stadtwerkeverband VKU fordert ein entschlosseneres staatliches Vorgehen gegen schwarze Schafe beim CO2-Handel fürs Heizen und Tanken.
Kai Lobo, Vizechef des Verbandes kommunaler Unternehmen, warnte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ vor einem „Überbietungswettbewerb, bei dem Spekulanten Gewinne zulasten der Stadtwerke, Verbraucher und des Mittelstands machen – ohne Mehrwert für Klimaschutz und Energiewende“.
Hintergrund ist die geplante Novelle des Brennstoff-Emissionshandelsgesetzes (BEHG). Verschmutzungszertifikate sollen 2027, wie schon in diesem Jahr, in einer Spanne von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 versteigert werden. In der VKU-Stellungnahme zur geplanten Novelle, aus der das RND zitiert, warnt der Verband vor „strukturellen Defiziten“ durch Banken und Finanzdienstleister, die selbst keine CO2-Zertifikate benötigen, die Papiere aber erwerben – um sie auf einem Sekundärmarkt weiterzuverkaufen. Dort sind bislang für Erlöse von bis zu 70 Euro pro Tonne aufgrund des BEHG-Regelwerks garantiert.
Die Bundesregierung plant nun sogar zusätzliche Erhöhungen auf bis zu 75 Euro. Der VKU fordert, die geplanten Preiserhöhungen zu streichen, denn damit „würden Spekulationen sogar noch lukrativer“. Ferner verlangt der Verband stärkere Restriktionen bei der Teilnahme an den Auktionen.
dts Nachrichtenagentur


