Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat den Anspruch seiner Partei bekräftigt, Ilse Aigner als Bundespräsidentin ins Rennen zu schicken. „Noch nie in 75 Jahren hat die CSU weder Bundeskanzler noch Bundespräsident gestellt. Eigentlich kann man schon mal argumentieren, dass wir jetzt auch ein bisschen dran wären“, sagte Söder im „Bericht vom Parteitag der CSU“ des ARD-Hauptstadtstudios.
Die CDU habe sich zwar für eine Frau ausgesprochen, selbst aber noch kein Angebot unterbreitet. „Andere Namen habe ich noch nicht gehört“, so der CSU-Chef weiter.
Auf die Frage, ob für das höchste Staatsamt eine juristische Ausbildung notwendig sei, erklärte Söder: „Der Bundespräsident muss kein Notar sein. Der Bundespräsident oder die Präsidentin muss natürlich Autorität besitzen.“ Man müsse nun aufpassen, die Würde des Amtes wahrzunehmen. „Es geht ja nicht um Postengeschacher. Wir haben ein Angebot, eine Persönlichkeit, die völlig unstrittig ist, dass sie die demokratische, persönliche und charakterliche Eignung für das Amt hat“, so der bayerische Ministerpräsident.
Diese Eignung sei entscheidender als die Frage nach der Partei. Die Festlegung, wer auf Bundespräsident Steinmeier folgen soll, sei nicht Sache der CDU allein und auch nicht der CSU. Die gemeinsame Entscheidung der Unionsparteien mit der SPD müsse rechtzeitig erfolgen. „Am besten wäre natürlich noch jetzt im November“, sagte Söder.
dts Nachrichtenagentur


