**Beim traditionellen Neujahrsempfang im Illertal-Forum blickte die Stadt Senden auf ein ereignisreiches Jahr zurück und setzte klare Impulse für die kommende Zeit. Im Zentrum der städtischen Agenda stehen der massive Ausbau der Bahninfrastruktur sowie die ökologische Aufwertung des Stadtkerns.**
**Rückblick und Ausblick beim Neujahrsempfang**
Am vergangenen Wochenende versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger im Illertal-Forum, um gemeinsam mit der Stadtverwaltung den Auftakt des neuen Jahres zu begehen. Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf nutzte die Gelegenheit für einen umfassenden Rückblick auf das Jahr 2025, welches von großen Herausforderungen, aber auch von bedeutenden Fortschritten geprägt war. Besonders hervorgehoben wurde das soziale Engagement innerhalb der Stadtgemeinschaft, das unter anderem durch die Aktion „Senden hilft“ und das bevorstehende Benefizkonzert des Polizeiorchesters Bayern deutlich wird. Für das Jahr 2026 kündigte die Rathauschefin an, dass die Stadt den Fokus verstärkt auf die Umsetzung bereits geplanter Großprojekte legen werde, um die Lebensqualität nachhaltig zu sichern.
**Mobilitätswende durch Ausbau der Illertalbahn**
Ein zentraler Meilenstein für die regionale Anbindung ist das ambitionierte Projekt zum Ausbau der Illertalbahn. Bei einem kürzlich erfolgten Besuch des bayerischen Verkehrsministers Christian Bernreiter wurden die Fortschritte dieser „Jahrhundertaufgabe“ erörtert. Die Planungen sehen nicht nur einen deutlich höheren Takt der Züge vor, sondern auch die Errichtung des neuen Bahnhalts Senden Nord. Ein entscheidender Durchbruch gelang zudem bei der Beseitigung höhengleicher Bahnübergänge. Die geplante Unterführung im Bereich der Hauptstraße und Ortsstraße wird künftig für einen reibungslosen Verkehrsfluss sorgen und die Sicherheit für Fußgänger sowie Radfahrer massiv erhöhen. Da der Freistaat Bayern einen Großteil der Kosten übernimmt, bleibt der städtische Haushalt entlastet.
**Grüne Oase im Herzen der Stadt**
Parallel zu den Infrastrukturmaßnahmen im Verkehrssektor treibt Senden die Neugestaltung der Stadtmitte voran. Das Ziel ist es, den Marktplatz und das Umfeld des Bürgerhauses in eine moderne, klimaresiliente Wohlfühlzone zu verwandeln. Die Entwürfe des Planungsbüros sehen großzügige Baumpflanzungen und innovative Wasserspiele vor, die insbesondere in den Sommermonaten für Abkühlung sorgen und das Mikroklima verbessern sollen. Durch die barrierefreie Gestaltung wird sichergestellt, dass die zentralen Plätze auch künftig für Veranstaltungen, Wochenmärkte und als Treffpunkt für alle Generationen uneingeschränkt nutzbar bleiben. Diese ökologische Aufwertung gilt als wichtiger Baustein, um das Stadtzentrum trotz klimatischer Veränderungen attraktiv zu halten.
**Wohnungsbau und rechtliche Planungssicherheit**
Auch in der städtebaulichen Entwicklung setzt die Stadtverwaltung auf klare Rahmenbedingungen. Mit dem Inkrafttreten des Bebauungsplans für das Gebiet an der St.-Florian-Straße wurde in diesen Tagen ein wichtiger rechtlicher Grundstein für neue Bauvorhaben gelegt. Dieses Verfahren ist Teil einer langfristigen Strategie, um den steigenden Bedarf an Wohnraum zu decken und gleichzeitig eine geordnete Siedlungsstruktur zu gewährleisten. Durch die Verbindung von modernem Wohnungsbau, einer effizienten Verkehrsanbindung und der Aufwertung öffentlicher Freiflächen positioniert sich Senden als zukunftsorientierter Standort im Landkreis Neu-Ulm. In den kommenden Monaten werden die Detailplanungen in den Ausschüssen weiter vertieft.
**(Ulm TV Redaktion)**

