**Am Mittwochmittag kam es in einem Elektronikfachmarkt in der Blaubeurer Straße zu einem folgenschweren Gewaltverbrechen. Ein Angreifer verletzte zwei Personen mit einem Messer schwer, woraufhin die herbeigeeilte Polizei die Situation durch den gezielten Einsatz von Schusswaffen beendete.**
**Dramatische Szenen in der Blaubeurer Straße**
Gegen 12:30 Uhr verwandelte sich der reguläre Geschäftsbetrieb in einem großen Elektronikfachmarkt im Ulmer Gewerbegebiet in einen Schauplatz brutaler Gewalt. Ein 29-jähriger Mann betrat die Verkaufsräume und griff unvermittelt zwei Personen mit einer Stichwaffe an. Kunden und Mitarbeiter flüchteten in Panik aus dem Gebäude, während zeitgleich die ersten Notrufe in der polizeilichen Einsatzzentrale eingingen. Innerhalb weniger Minuten erreichten zahlreiche Streifenwagen den Tatort, um die unübersichtliche und gefährliche Lage unter Kontrolle zu bringen.
**Einsatz von Schusswaffen durch Polizeikräfte**
Beim Eintreffen der Beamten stellte sich die Situation als hochgradig kritisch dar, da der Tatverdächtige weiterhin bewaffnet war und eine unmittelbare Bedrohung darstellte. Um weitere Angriffe zu verhindern und die Gefahr für Unbeteiligte sowie die Einsatzkräfte abzuwenden, machten die Polizisten schließlich von ihrer Dienstwaffe Gebrauch. Der mutmaßliche Täter, ein aus Eritrea stammender Mann, wurde durch die Schüsse gestoppt und konnte anschließend überwältigt werden. Er wurde unter polizeilicher Bewachung in eine Klinik gebracht, um seine Verletzungen behandeln zu lassen.
**Schwere Verletzungen und medizinische Notversorgung**
Die Bilanz der Messerattacke ist erschütternd: Ein 25-jähriger Mann erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Verletzungen und musste nach einer intensivmedizinischen Erstversorgung vor Ort sofort in ein Krankenhaus transportiert werden. Ein zweiter Geschädigter im Alter von 22 Jahren kam mit leichteren Verletzungen davon, steht jedoch wie viele andere Augenzeugen unter erheblichem Schock. Ein Großaufgebot an Rettungskräften und Notärzten war vor Ort im Einsatz, um die medizinische Versorgung sicherzustellen und die psychologische Betreuung der traumatisierten Zeugen zu koordinieren.
**Hintergründe und laufende Ermittlungen**
Das Areal rund um den Elektronikmarkt blieb für mehrere Stunden weiträumig abgesperrt, während die Kriminalpolizei und Spezialisten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg mit der Spurensicherung begannen. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat die Leitung der Ermittlungen übernommen, um das Motiv des Täters und den exakten Hergang der Tat lückenlos aufzuklären. Da es zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch kam, untersuchen unabhängige Ermittler zudem standardmäßig die Rechtmäßigkeit des Einsatzes. Weitere Details zur Identität des Täters oder möglichen Hintergründen wurden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst unter Verschluss gehalten.
**(Ulm TV Redaktion)**

