**Ein rücksichtsloses Fahrmanöver hat am Sonntagabend auf der Blaubeurer Straße in Ulm zu einem folgenschweren Verkehrsunfall geführt. Ein hochmotorisierter Sportwagen kollidierte bei einem illegalen Überholversuch mit einem anderen Fahrzeug, wodurch hoher Sachschaden entstand und eine Person verletzt wurde.**
**Kollision auf der Blaubeurer Straße**
Am späten Sonntagabend gegen 20:00 Uhr kam es im Ulmer Stadtgebiet zu einem heftigen Verkehrsunfall, der einen Einsatz von Polizei und Rettungsdienst nach sich zog. Ein 26-jähriger Mann steuerte seinen leistungsstarken Audi RS 7 Sportback auf der Blaubeurer Straße in Richtung Blaustein. Augenzeugen berichteten, dass der Wagen bereits vor dem Zusammenstoß mit einer auffällig hohen Geschwindigkeit auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war. Als der Fahrer auf ein vorausfahrendes, langsameres Auto stieß, entschloss er sich zu einem hochriskanten Spurwechsel. Er setzte zum Überholen auf der rechten Seite an, was im Stadtverkehr nicht nur untersagt, sondern in dieser Situation auch extrem gefährlich war. Dabei verschätzte sich der junge Fahrer offenbar völlig bei der Einschätzung der Distanzen und seiner eigenen Geschwindigkeit.
**Massive Wucht und Verletzungsfolgen**
Der 600 PS starke Bolide krachte mit enormer Wucht in das Heck eines Opel, der vorschriftsmäßig auf dem rechten Fahrstreifen fuhr. Durch die Heftigkeit des Aufpralls wurde der Opel mehrere Meter weit nach vorne katapultiert, bevor er schwer beschädigt zum Stehen kam. Die 60-jährige Fahrerin des getroffenen Wagens zog sich bei dem Unfall Verletzungen zu und benötigte umgehende medizinische Hilfe. Passanten, die den Unfall beobachtet hatten, leisteten sofort Erste Hilfe und verständigten die Notrufzentrale. Während der Unfallverursacher selbst glücklicherweise unverletzt blieb, bot sich den eintreffenden Rettern ein Bild der Zerstörung. Trümmerteile beider Fahrzeuge lagen über eine Distanz von mehreren Dutzend Metern verstreut auf der Fahrbahn.
**Rettungseinsatz und Verkehrsbehinderungen**
Die Beamten des Polizeireviers Ulm-West waren schnell vor Ort, um die Unfallstelle abzusichern und den Verkehr zu regeln. Der Rettungsdienst kümmerte sich intensiv um die verletzte Autofahrerin und brachte sie nach der Erstversorgung zur weiteren Behandlung in eine Ulmer Klinik. Um die Unfallaufnahme und die notwendige Beweissicherung zu ermöglichen, mussten Teile der Blaubeurer Straße stadtauswärts für den restlichen Verkehr gesperrt werden. Da durch den Aufprall auch Betriebsstoffe aus den Wracks austraten, wurde eine Spezialreinigung der Fahrbahn angefordert, um eine Rutschgefahr für andere Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Es bildeten sich Rückstaus im Bereich der Unfallstelle, die sich erst am späten Abend langsam auflösten.
**Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs**
Die Schäden an den beiden Fahrzeugen sind beträchtlich und belaufen sich nach ersten polizeilichen Schätzungen auf eine hohe fünfstellige Summe. Besonders die Front des Audi wurde völlig demoliert, was auf die hohe Differenzgeschwindigkeit beim Aufprall hindeutet. Gegen den 26-jährigen Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Vorwürfe lauten auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sowie fahrlässige Körperverletzung. Die Ermittler werten nun die Spuren am Unfallort aus und befragen weitere Zeugen, um das genaue Tempo zum Zeitpunkt der Kollision zu bestimmen. Beide Autos waren nach dem Crash nicht mehr fahrbereit und mussten von Abschleppwagen von der Straße entfernt werden.
**(Ulm TV Redaktion)**

