Ein neuer Stromnachfrage-Boom in den USA wird derzeit zum großen Wachstumstreiber für deutsche Unternehmen. Das zeigt eine Analyse aktueller Geschäftszahlen und Aktienkurse durch das „Handelsblatt“.
Getrieben wird die Entwicklung vor allem durch den massiven Zubau von Rechenzentren in den USA. Neben den Dax-Konzernen Siemens, Siemens Energy und RWE teilten auch die börsennotierten Unternehmen Hochtief, 2G, Deutz, Pfisterer und Technotrans dem „Handelsblatt“ mit, sie profitierten derzeit in ungewöhnlichem Maße vom Strom- und Rechenzentrums-Boom. Die Aktien der jeweiligen Unternehmen stiegen binnen eines Jahres zwischen 22 und 130 Prozent.
Bei Hochtief haben sich die Aufträge für Rechenzentren in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. 2G plant, seinen Umsatz im kommenden Jahr aufgrund eines großen Rechenzentrumsauftrags aus Nordamerika um 20 Prozent zu steigern.
Technotrans tätigt die größte Investition seiner Unternehmensgeschichte, um seine Produktions- und Logistikflächen am Hauptsitz im Münsterland im kommenden Jahr um mehr als 17.000 Quadratmeter auszuweiten – und so die steigende Nachfrage nach Flüssigkeitskühlsystemen für Rechenzentren zu bedienen.
Die deutschen Rechenzentrums-Profiteure sind Teil eines europaweiten Trends: Der Aktienindex MLEDATAC der Bank of America, der europäische Datenzentrums-Zulieferer bündelt, ist binnen eines Jahres um 92 Prozent gestiegen.
dts Nachrichtenagentur


