Der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, unterstützt den Widerstand der CDU-Ministerpräsidenten aus dem Osten gegen Teile der geplanten Rentenreform. „Wer 45 Jahre gearbeitet, Verantwortung übernommen und seinen Beitrag geleistet hat, verdient Respekt und Verlässlichkeit“, sagte Radtke dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Niemand darf das Gefühl haben, dass seine Lebensleistung unter die Räder kommt.“ Deshalb sei der Vorstoß der CDU-Ministerpräsidenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wichtig.
„Sie machen zu Recht deutlich, dass Politik die Lebensrealität der Menschen ernst nehmen muss“, so Radtke. „Notwendige Reformen müssen fair und sozial ausgewogen gestaltet werden – sonst verspielen wir das Vertrauen derjenigen, die dieses Land über Jahrzehnte getragen haben.“
Die drei CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt – stellen sich gegen eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Sie positionieren sich damit auch gegen die Linie von Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz, der eine vollständige Umsetzung aller Empfehlungen der Rentenkommission versprochen hat, darunter auch das Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.
Kretschmer, Schulze und Voigt fordern, die besonderen Erwerbsbiografien im Osten zu berücksichtigen, etwa durch längere Übergangsfristen. In einer gemeinsamen Erklärung der drei heißt es aber auch allgemein: „Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf.“
dts Nachrichtenagentur


