Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßt die LEAG-Zuschläge in der ersten Ausschreibungsrunde der Kraftwerksstrategie, sieht die neuen Gaskraftwerke aber mit Blick auf die Kosten kritisch. Das sagte der SPD-Politiker am Dienstag auf dem „Competitive Germany Summit“ des Magazins Politico in Berlin.
„Das ist eine gute Nachricht, was den Industriestandort Jänschwalde vor allem betrifft. Da freuen wir uns, wie insgesamt für die Lausitz und auch Boxberg. Das ist zwar in Sachsen, aber trotzdem ist das eine gute Nachricht für die Wirtschaftsstandorte“, sagte Woidke. Von den insgesamt elf Zuschlägen in der ersten Ausschreibungsrunde erhielt der Lausitzer Energiekonzern LEAG sechs.
Zugleich kritisierte Woidke jedoch die durch die Zuschläge entstehenden Kosten. Für den Strompreis sei es eher eine weniger gute Nachricht, weil der Strompreis durch den Bau der Gaskraftwerke steigen werde, sagte er. Die Kraftwerke würden, das gehöre zur Wahrheit, durch den Steuerzahler bezahlt.
Der SPD-Politiker bemängelte zudem die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Man müsse dringend mit diesem Strompreis wettbewerbsfähig sein, und das sei man momentan bei Weitem nicht, sagte Woidke. Der deutsche Strompreis werde künstlich durch Subventionen wie den Industriestrompreis gesenkt.
Da dieser jedoch nur drei Jahre gelte, sei er keine Grundlage für Investitionen von Unternehmen in energieintensive Bereiche in Deutschland. Deswegen müsse man hier dringend besser werden, sagte Woidke.
dts Nachrichtenagentur


