Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) sieht das Parlament zunehmend externen Gefahren ausgesetzt. Der Bundestag habe 200 eigene Polizisten, die auch notwendig seien, sagte Klöckner dem „Stern“.
Bei den Zugangskontrollen fischten die Beamten so manches heraus. Es gebe Kugelschreiber mit integriertem Messer, eine Spraydose mit einem Taser daran und Handtaschen mit Schlagringen. Auch Personen, die die Zuverlässigkeitsüberprüfung nicht bestünden, würden abgewiesen. Man müsse eine Balance finden zwischen offenem Haus und Wachsamkeit, forderte Klöckner. Das nehme sie ernst.
Die CDU-Politikerin erklärte, sie wolle den Bundestag besser absichern. Parlamente und Demokratien sollten nicht naiv, sondern wehrhaft sein, sagte sie. Ein konsequentes Vorgehen schaffe Vertrauen in die Strukturen. Im Hohen Haus habe man mit der Bundestagspolizei das so genannte Gewaltmonopol, nicht privat mitgebrachte Sicherheitsdienste einer Fraktion. „Sie glauben gar nicht, auf welche Ideen manche kommen“, sagte Klöckner.
dts Nachrichtenagentur


