Nach der Verlängerung der Zollpause zwischen den USA und China drängt die deutsche Wirtschaft auf schnelles Handeln der Europäischen Union. Der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Europa dürfe nicht zum Zaungast werden. Die Verlängerung der Zollpause zwischen den USA und China nannte Treier zwar ein „wichtiges Signal der Deeskalation“. Für deutsche Unternehmen, die mit beiden Märkten eng verflochten seien, bedeute sie zunächst mehr Planungssicherheit.
Doch Treier fügte hinzu: „Zwei zusätzliche Monate sind aber noch keine dauerhafte Lösung.“ Entscheidend seien jetzt belastbare Vereinbarungen – insbesondere bei Exportkontrollen, kritischen Rohstoffen und Schlüsseltechnologien. „Die EU muss die Atempause nutzen, um ihre eigene wirtschaftliche Position zu stärken: Abhängigkeiten gezielt reduzieren, neue Handelspartner gewinnen und Abkommen schneller abschließen.“ Je breiter deutsche Unternehmen ihre Lieferketten und Absatzmärkte aufstellen könnten, desto weniger gerieten sie zwischen die handelspolitischen Fronten Washingtons und Pekings.
Während des Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei US-Präsident Donald Trump in Washington war bekannt geworden, dass sich die USA und China auf eine Verlängerung ihrer Zollpause um zwei Monate bis zum 10. Januar verständigt haben.
dts Nachrichtenagentur


