Die Konjunkturbelebung in Deutschland wird nach Einschätzung von Experten im kommenden Jahr zu einer spürbaren Anhebung der Altersrenten führen: Das Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) erwartet einen Anstieg um fast fünf Prozent. „Wir gehen in unseren Berechnungen momentan von einem Anstieg der Renten um 4,7 Prozent aus“, sagte der Leiter der IWH-Konjunkturabteilung, Oliver Holtemöller, der „Bild-Zeitung“.
Auch die Deka Bank erwartet eine Rentenerhöhung zum 1. Juli 2027 von mehr als vier Prozent. Die Rentenerhöhung werde „deutlich ausfallen. Die diskutierte Größenordnung von über vier Prozent halte ich für realistisch“, sagte Ulrich Kater, der Chefvolkswirt der Deka Bank. Zur Begründung nannten Holtemöller und Kater die vergleichsweise stark steigenden Verdienste der Arbeitnehmer in diesem Jahr, die Grundlage für die Rentenerhöhung 2027 seien.
Sie halte an ihrer bisherigen Prognose eines Rentenanstiegs um 4,4 Prozent fest, teilte die Deutsche Rentenversicherung der „Bild-Zeitung“ auf Anfrage mit. Eine Rentenerhöhung um 4,7 Prozent wäre im Westen die größte seit 2022. Damals waren die Altersbezüge im Westen um 5,35 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent angehoben worden. 2023 hatte es im Osten eine Anhebung um 5,86 Prozent gegeben. Im Westen war sie mit 4,39 Prozent deutlich niedriger ausgefallen.
dts Nachrichtenagentur


