Beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wächst der Ärger über Kanzler Friedrich Merz (CDU) wegen der weiter unbesetzten Sport-Topstelle in der Regierungszentrale. Merz hat mehr als einen Monat nach der Entlassung seiner CDU-Parteifreundin Christiane Schenderlein als Sport-Staatsministerin noch keine Nachfolge gefunden.
„Ohne Staatsministerin oder Staatsminister für Sport und Ehrenamt in der kommenden Woche in die erste Lesung des Haushalts zu gehen, birgt die Gefahr, bei den Finanzen zurückzufallen“, sagte DOSB-Vorstandschef Otto Fricke dem „Spiegel“. Hier sei der Kanzler gefordert.
Dem Vernehmen nach wünscht sich Merz für die Schenderlein-Nachfolge eine Person mit größerer Prominenz. Seine Favoritin soll Ex-Weltfußballerin Nadine Keßler gewesen sein, die inzwischen beim Europäischen Fußballverband Uefa tätig ist – doch Keßler hat ihm offenbar abgesagt.
„Diese Hängepartie muss schnellstens beendet werden“, sagte Fricke. Spätestens am 26. September, wenn über den nächsten deutschen Bewerber für die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele entschieden wird, müsse die Sache geklärt sein. Er gehe davon aus, so Fricke, dass die Entscheidung „unter Anwesenheit einer neuen Staatsministerin oder eines neuen Staatsministers erfolgt“.
dts Nachrichtenagentur


