Die Beschäftigten der deutschen Seehäfen haben das jüngste Angebot der Arbeitgeber mit großer Mehrheit abgelehnt. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Dienstag in Hannover mit.
An der knapp einwöchigen Befragung, die am Montag endete, hatten sich über 6.000 Beschäftigte beteiligt. Eine breite Mehrheit sprach sich gegen das Angebot des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) aus. Die Verdi-Bundestarifkommission lehnte das Angebot am Montagabend ab. Verhandlungsführerin Sylvi Krisch sagte: „Jetzt muss es zurück an den Verhandlungstisch gehen für ein Ergebnis, das den Interessen der Beschäftigten gerecht wird.“
Der ZDS hatte für die rund 11.000 Beschäftigten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven Lohnerhöhungen von 5,1 Prozent rückwirkend ab dem 1. August angeboten, bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Zudem war eine Mindesterhöhung von 1,20 Euro pro Stunde vorgesehen. Verdi fordert dagegen eine Erhöhung der Stundenlöhne um 8,2 Prozent, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Ein vierter Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Krisch sagte, Verdi wolle weiterverhandeln, schloss aber Warnstreiks nicht aus.
dts Nachrichtenagentur


