Die neue Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), die an diesem Dienstag ihr Amt antritt, will mehr Transparenz in den Rüstungssektor bringen.
„Die Öffentlichkeit investiert mehr in die Sicherheit als je zuvor und hat ein Recht darauf, mehr von Anliegen und Aktivitäten der Rüstungsindustrie zu erfahren als bisher“, sagte Elisabeth Hauschild dem neuen Background Sicherheit & Verteidigung von „Tagesspiegel“ und „Handelsblatt“. Trotzdem bleibe es „eine besondere Branche, in der eine gewisse Zurückhaltung immer nötig sein wird“. Sie wolle dabei „einen klugen Weg gehen“, der dem Informationsinteresse wie auch der Vertraulichkeit bestimmter Rüstungsgeschäfte Rechnung trage.
Der Verband mit mehr als 600 Mitgliedsfirmen will unter Hauschilds Führung unter anderem auf weniger Bau-Bürokratie dringen. „Genehmigungen für neue Produktionsstätten brauchen immer noch zu lang“, sagte sie weiter: „Den planungsrechtlichen Vorrang für militärische Liegenschaften sollte es analog auch für die Rüstungsindustrie geben.“ Gegen die Kritik des Kieler Ökonomen Moritz Schularick verteidigte sie jedoch die bisherige Beschaffungspolitik der Bundesregierung. „Auch in Zukunft wird sich eine Armee auf verschiedenste Szenarien und ein großes Fähigkeitsspektrum vorbereiten und zum Beispiel gepanzerte Fahrzeuge vorhalten müssen“, so Hauschild: „Mit Drohnen allein kann man kein Territorium besetzt halten.“
dts Nachrichtenagentur


