Nach dem knappen Wahlergebnis für Luigi Pantisano sieht Linken-Chefin Ines Schwerdtner ihren neuen Co-Vorsitzenden vor einer Bewährungsprobe.
„Luigi Pantisano wird sich beweisen müssen“, sagte sie am Rande des Linken-Parteitags in Potsdam dem Sender Phoenix. „Nicht nur in der eigenen Partei, sondern auch in der Gesellschaft.“ Man nehme das Ergebnis sportlich. Ihr eigenes Wahlergebnis sieht die Parteivorsitzende dagegen als Bestätigung ihres Kurses: „Ich freue mich zunächst einmal über die Bestätigung auch meines Ergebnisses, was ja auch eine Bestätigung des Kurses der letzten zwei Jahre ist.“
Zur aktuellen Debatte um die Linksjugend Solid sagte Schwerdtner: „Wir ziehen eine klare Grenze bei jedem Antisemitismus und wir ziehen eine klare Grenze gegen jeden Stalinismus. Und wer diese Position vertritt, hat in der Partei keinen Platz.“ Man sei trotzdem im Gespräch mit dem Jugendverband, denn es gebe dort „auch viele vernünftige Stimmen“. Man müsse „unterscheiden, zwischen einigen, die dumme Sachen machen, und zwischen anderen, die mit uns gemeinsam jetzt auf die Straße gehen für wirklich was Gutes“.
dts Nachrichtenagentur


