Im Rahmen des 22. Startsocial-Wettbewerbs sind am Dienstag im Bundeskanzleramt mehrere ehrenamtliche und gesellschaftliche Initiativen ausgezeichnet worden. Insgesamt wurden 25 Initiativen geehrt, wovon sieben mit Geldpreisen im Gesamtwert von 35.000 Euro ausgezeichnet wurden.
Einer der Preise wurde als Sonderpreis persönlich von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Schirmherr verliehen – er ging an den SV Triebel aus Sachsen. „Der Verein liegt in einem Ort mit nur knapp 600 Einwohnern, in allen Ortsteilen zusammen 1.200, und es sind 272 Mitglieder von 600 in diesem Verein aktiv“, sagte Merz. „Das Vereinsleben und die Vereinsangebote begleiten die Mitglieder teilweise auf dem ganzen Lebensweg.“ Der Verein biete mehr als Bewegungsangebote. Neben Sportfesten und Turnieren organisiere er Kinderfeste, Familienfeste im Dorf, Weihnachten und gleich in zwei Dorfteilen gebe es Nachmittagsangebote und Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche. Das sei mehr als das „normale Standardprogramm eines Dorfvereins“, so Merz. Dieser Verein sei ein „soziales Zentrum und wichtiger Begegnungsort“ der Dorfbewohner.
Der Kanzler kündigte an, das Ehrenamt weiter stärken zu wollen. „Demokratie lebt nicht nur von Parlamenten, nicht nur von Parteien“, sagte er. „Es ist nämlich nachgewiesen, dass Gesellschaften, die ein hohes Maß an freiwilligem ehrenamtlichen Engagement aufweisen, auch die stabileren Demokratien sind.“ Mit dem Zukunftspakt Ehrenamt wolle die Bundesregierung „weitere große Schritte gehen“. Vor allem wolle man die Rahmenbedingungen noch weiter verbessern für diejenigen, die sich im Land engagieren, so der Kanzler.
Der gemeinnützige Verein Startsocial fördert ehrenamtliches soziales Engagement. Jährlich werden 100 Beratungsstipendien vergeben, in deren Rahmen die ausgewählten Organisationen mit Experten aus der Wirtschaft an der Weiterentwicklung ihrer Arbeit arbeiten – etwa in den Bereichen Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit oder Projektmanagement.
dts Nachrichtenagentur


