In Deutschland ist die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen erstmals seit dem Ende der Coronapandemie erneut angestiegen. Das geht aus dem Deutschen Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung hervor, das am 18. März 2026 veröffentlicht wurde. Demnach fühlten sich im Jahr 2025 ein Viertel der befragten Schüler im Alter von acht bis 17 Jahren mental belastet. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 21 Prozent.
Besonders betroffen sind Kinder aus einkommensschwachen Familien. Hier berichten 31 Prozent von psychischer Belastung, 29 Prozent von geringem schulischem Wohlbefinden und 36 Prozent von niedriger Lebensqualität. Zudem empfindet fast die Hälfte der Befragten hohen Leistungsdruck und muss auch am Wochenende für die Schule lernen. Auch Mobbing ist verbreitet: Ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen erlebt es mindestens einmal monatlich.
Bildungsexpertin Anna Gronostaj von der Robert Bosch Stiftung bezeichnete den Anstieg als Warnsignal. Die Studie zeige aber auch, dass unterstützende Lehrkräfte und ein gutes Klassenklima das Wohlbefinden der Kinder fördern.
Redaktionell erstellter Entwurf auf Grundlage vorliegender Informationen. Vor Veröffentlichung inhaltlich und rechtlich prüfen.


