Politische Debatten prägen Region Ulm und Baden-Württemberg
Die politische Landschaft in Ulm und Baden-Württemberg ist weiterhin von vielfältigen Debatten und Vorbereitungen auf kommende Entscheidungen geprägt. Während sich das Land auf die Landtagswahl im März 2026 einstellt, werden auf regionaler Ebene wichtige Haushaltsfragen und lokale Initiativen diskutiert.
Blick auf die Landtagswahl 2026 und europäische Positionen
Im Hinblick auf die im März 2026 stattfindende Landtagswahl in Baden-Württemberg rücken bildungspolitische Themen verstärkt in den Fokus. Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis 64 Ulm äußern ihre Standpunkte zu Fragen der Bildungspolitik und deren Relevanz für die Zukunft des Landes. Parallel dazu wird auf Landesebene die zukünftige Ausrichtung Europas diskutiert. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte bei einem Wahlkampfauftritt für den CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel die Notwendigkeit einer stärkeren Emanzipation Europas von den Vereinigten Staaten, um eigene Interessen wirksam vertreten zu können. Auch die Konkurrenz zwischen SPD und Linken im Vorfeld der Landtagswahl ist Gegenstand der Analyse.
Regionale Haushaltsfragen und lokale Proteste
Der Alb-Donau-Kreis hat seinen Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet, der bereits das vierte Jahr in Folge rote Zahlen aufweist. Diese Entwicklung unterstreicht die finanziellen Herausforderungen, mit denen Kommunen und Landkreise konfrontiert sind. In Ulm selbst regt sich Widerstand gegen die geplante Einführung einer Bettensteuer. Hotelbetreiber in der Stadt protestieren vehement gegen diese Abgabe und sehen darin eine zusätzliche Belastung in einer bereits angespannten wirtschaftlichen Lage. Die Stadt Ulm plant für ihren eigenen Haushalt 2026 massive Investitionen, verbunden mit gezielten Sparmaßnahmen. Das Thema bezahlbarer Wohnraum bleibt eine zentrale politische Herausforderung in Baden-Württemberg, wobei Städte wie Stuttgart, Freiburg, Tübingen und Heidelberg bundesweite Spitzenwerte bei Mieten und Immobilienpreisen aufweisen und ein erheblicher Mangel an Sozialwohnungen besteht.
Wirtschaftliche Impulse und bürgerschaftliches Engagement
Die laufende CMT (Caravaning, Motor, Touristik) in Stuttgart wird von politischen und wirtschaftlichen Akteuren als wichtige Plattform für den Tourismus und die Wirtschaft des Landes hervorgehoben. Diese Messe leistet einen wichtigen Beitrag zur Positionierung Baden-Württembergs als attraktive Region. Das bürgerschaftliche Engagement zeigt sich in der Region Ulm auch in der Ankündigung neuer Petitionen für das Jahr 2026, beispielsweise zum Thema Biberpopulation an der Lone. Darüber hinaus sind für 2026 weitere Sitzungen des Internationalen Ausschusses in Ulm terminiert, die den Austausch und die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene fördern sollen. Die Fasnet-Saison hat in der Region begonnen, und beispielsweise in Einsingen wurde der 13. Narrensprung mit Beteiligung des Ulmer Oberbürgermeisters und Gemeinderatsmitgliedern gefeiert.
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