**In der Nacht zum Montag kam es im Ulmer Stadtgebiet zu einem dramatischen Polizeieinsatz, der in einem folgenschweren Verkehrsunfall endete. Ein flüchtiger Autofahrer verlor bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug und demolierte mehrere abgestellte Pkw.**
**Hintergründe der Fluchtfahrt**
Die Einsatzlage begann in den frühen Morgenstunden im Bereich des Ulmer Hauptbahnhofs. Einer Streifenbesatzung fiel ein dunkler Oberklassewagen durch seine auffällig unsichere Fahrweise auf. Als die Beamten den Fahrer mittels Anhaltesignalen zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle auffordern wollten, ignorierte dieser die Anweisungen demonstrativ. Stattdessen beschleunigte das Fahrzeug massiv und versuchte, sich der polizeilichen Maßnahme durch eine risikoreiche Fahrt durch die engen Gassen der Innenstadt zu entziehen. Die Polizei nahm umgehend mit Sondersignal die Verfolgung auf, achtete dabei jedoch strikt auf die Vermeidung einer Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer.
**Massive Zerstörung im Stadtkern**
Die Verfolgungsjagd fand ihr jähes Ende schließlich in der Karlstraße. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler unterschätzte der Flüchtende die Kurvenradien bei der gefahrenen Geschwindigkeit deutlich. Das Fahrzeug brach aus, geriet auf den Gehweg und rammte dort drei ordnungsgemäß geparkte Autos. Durch die Wucht des Aufpralls wurden diese zum Teil mehrere Meter weit geschoben. Eines der getroffenen Fahrzeuge wurde gegen eine Hauswand gedrückt, was zu zusätzlichen Schäden an der Fassade führte. Trümmerteile verteilten sich über die gesamte Fahrbahnbreite, weshalb der Bereich großräumig abgesperrt werden musste.
**Festnahme nach kurzem Fluchtversuch**
Trotz der Schwere der Kollision gelang es dem Unfallverursacher, sein Wrack eigenständig zu verlassen. Er versuchte zunächst, seine Flucht zu Fuß in Richtung eines nahegelegenen Wohngebiets fortzusetzen. Die nachrückenden Polizeikräfte konnten den Mann jedoch bereits nach wenigen hundert Metern stellen und vorläufig festnehmen. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest lieferte erste Hinweise auf eine mögliche Beeinflussung durch berauschende Mittel. Der Rettungsdienst übernahm die Erstversorgung des leicht verletzten Verdächtigen, bevor er für weitere Maßnahmen in ein Krankenhaus und anschließend in den polizeilichen Gewahrsam überstellt wurde.
**Bilanz der Einsatzkräfte**
Die Aufräumarbeiten und die spezialisierte Unfallaufnahme dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Spezialisten der Verkehrspolizei sicherten akribisch Spuren, um den exakten Hergang der Flucht zu rekonstruieren. Der entstandene Gesamtschaden wird von den Behörden vorläufig auf eine Summe im hohen fünfstelligen Bereich geschätzt. Gegen den Fahrer wurden nun mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht. Die Ermittlungen dazu, ob der Mann überhaupt im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, halten derzeit noch an.
**(Ulm TV Redaktion)**

