**Ein dramatischer Verkehrsunfall in der Stuttgarter Innenstadt hat am späten Freitagabend zu einem großflächigen Einsatz von Rettungskräften und Polizei geführt. Eine 61-jährige Passantin wurde beim Überqueren einer Hauptverkehrsstraße von einem Pkw frontal erfasst und erlitt dabei schwerste Kopfverletzungen.**
**Kollision im Kreuzungsbereich**
Der folgenschwere Zwischenfall ereignete sich gegen 21:00 Uhr in unmittelbarer Nähe zum belebten Marienplatz. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Verkehrspolizei beabsichtigte die 61-jährige Frau, die mit einem Rollator unterwegs war, die Hohenstaufenstraße in Richtung der Tübinger Straße zu überqueren. Zeitgleich befuhr ein 71-jähriger Mann mit seinem Volkswagen die Hohenstaufenstraße vom Marienplatz kommend. Im Bereich einer dortigen Fußgängerfurt kam es zum verhängnisvollen Zusammenstoß zwischen dem Fahrzeug und der Seniorin. Die Wucht des Aufpralls war so massiv, dass die Frau gegen die Windschutzscheibe des Wagens geschleudert wurde, bevor sie leblos auf dem Asphalt liegen blieb.
**Medizinische Notfallversorgung vor Ort**
Umgehend nach dem Eingang mehrerer Notrufe entsandte die Integrierte Leitstelle einen Rettungswagen sowie einen Notarzt an die Unfallstelle. Die Ersthelfer vor Ort kümmerten sich bis zum Eintreffen der professionellen Retter um die schwer verletzte Frau. Aufgrund des klinischen Bildes und der Schwere des Aufpralls mussten die Sanitäter die Patientin noch vor Ort stabilisieren, bevor ein Transport in eine nahegelegene Spezialklinik erfolgen konnte. Der 71-jährige Autofahrer blieb körperlich unverletzt, stand jedoch sichtlich unter dem Eindruck des Geschehens. Am beteiligten Volkswagen entstand durch den Aufprall ein Sachschaden, den die Beamten vorläufig auf rund 2.000 Euro bezifferten.
**Ermittlungen zur Unfallursache**
Die Spezialisten der Stuttgarter Verkehrspolizei haben noch in der Nacht die Ermittlungen zum genauen Hergang aufgenommen. Im Fokus der Untersuchungen steht insbesondere die Schaltung der Lichtzeichenanlage zum Zeitpunkt des Unglücks. Erste Zeugenaussagen und Ermittlungsergebnisse deuten darauf hin, dass die 61-jährige Fußgängerin die Fahrbahn mutmaßlich bei Rotlicht betreten haben könnte. Um diese These abzusichern, wurde die Unfallstelle akribisch vermessen und Spuren am Fahrzeug sowie auf der Fahrbahn gesichert. Der betroffene Bereich musste für die Dauer der Unfallaufnahme teilweise für den Individualverkehr gesperrt werden, was zu kurzzeitigen Behinderungen im Bereich Süd führte.
**Zeugenaufruf durch das Polizeipräsidium**
Trotz der ersten Erkenntnisse bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe, um den Ablauf lückenlos rekonstruieren zu können. Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zur Ampelschaltung zum Unfallzeitpunkt machen können, werden dringend gebeten, sich zu melden. Zuständig für die weiteren Ermittlungen ist das Polizeirevier 3 in der Gutenbergstraße. Hinweise werden unter der Rufnummer +4971189903300 entgegengenommen. Das Polizeipräsidium Stuttgart betont in diesem Zusammenhang erneut die Wichtigkeit der gegenseitigen Rücksichtnahme im städtischen Berufs- und Abendverkehr, insbesondere an hochfrequentierten Knotenpunkten wie dem Marienplatz.
**(Ulm TV Redaktion)**

