**Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine neue Perspektive für den Abschluss des langjährigen Konflikts mit der Russischen Föderation eröffnet. In einer Stellungnahme gegenüber Medienvertretern erklärte er, dass ein Ende der Kampfhandlungen innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 2026 unter bestimmten Bedingungen im Bereich des Möglichen liege.**
**Optimistische Signale aus dem Präsidialamt**
Wolodymyr Selenskyj hat mit seinen jüngsten Aussagen für Aufsehen in der internationalen Politik gesorgt. Erstmals nannte das ukrainische Staatsoberhaupt ein konkretes Zeitfenster für eine potenzielle Beendigung des Krieges, der das Land seit Februar 2022 in Atem hält. Diese Einschätzung basiert laut Selenskyj auf einer detaillierten Analyse der aktuellen militärischen Lage sowie der wirtschaftlichen Kapazitäten beider Konfliktparteien. Er betonte, dass die Ukraine alles daransetze, die Voraussetzungen für einen gerechten Frieden so schnell wie möglich zu schaffen. Dabei gehe es nicht um einen Diktatfrieden, sondern um eine Lösung, welche die territoriale Integrität des Landes vollständig wiederherstellt.
**Militärische Prämissen und strategische Planung**
Um das Ziel eines Kriegsendes bis Mitte 2026 zu erreichen, sind laut Kiew massive Anstrengungen an der Front notwendig. Selenskyj verwies darauf, dass die ukrainischen Streitkräfte in den kommenden Monaten strategisch wichtige Positionen sichern und ausbauen müssen. Die Abnutzung der russischen Truppen sowie die Unterbrechung ihrer Logistikwege seien fundamentale Bestandteile dieses Plans. Der Präsident machte deutlich, dass militärischer Erfolg die einzige Sprache sei, die der Aggressor derzeit verstehe. Daher müsse der Druck auf die Besatzungsmacht kontinuierlich erhöht werden, um deren Bereitschaft für ernsthafte Verhandlungen zu erzwingen. Ein Einfrieren des Konflikts ohne klare Perspektiven lehnt die ukrainische Führung weiterhin strikt ab.
**Die Bedeutung der globalen Allianz**
Ein zentraler Pfeiler in der Argumentation Selenskyjs ist die fortwährende Solidarität der westlichen Demokratien. Die Prognose für 2026 steht und fällt mit der Qualität und Quantität der bereitgestellten Rüstungsgüter. Der Präsident appellierte erneut an die Partner, die Lieferung von weitreichenden Waffensystemen, Luftverteidigung und moderner Panzertechnologie zu beschleunigen. Er argumentierte, dass eine entschlossene Unterstützung zum jetzigen Zeitpunkt langfristig Kosten und Menschenleben sparen würde. Die internationale Staatengemeinschaft müsse verstehen, dass die Sicherheit Europas untrennbar mit dem Schicksal der Ukraine verbunden sei. Nur eine militärisch überlegene Ukraine könne die Stabilität in der Region dauerhaft garantieren.
**Diplomatische Bemühungen und Zukunftsaussichten**
Parallel zu den militärischen Bestrebungen forciert Kiew seine diplomatischen Initiativen. Selenskyj erwähnte die Notwendigkeit breiter internationaler Friedensgipfel, bei denen nicht nur die westlichen Verbündeten, sondern auch Staaten des globalen Südens eingebunden werden sollen. Ziel sei es, einen globalen Konsens über die Bedingungen für ein Kriegsende zu erzielen. Sollten diese diplomatischen Bemühungen Hand in Hand mit militärischen Erfolgen gehen, halte er das Frühjahr 2026 für einen realistischen Zeitpunkt für den Beginn einer Deeskalationsphase. Dennoch warnte er vor verfrühter Euphorie, da die Russische Föderation ihre Ziele bislang nicht aufgegeben habe und jederzeit mit neuen Offensivbemühungen reagieren könne.
**(Ulm TV Redaktion)**

