**Die Modernisierung der Infrastruktur zwischen den Schwesterstädten Ulm und Neu-Ulm erreicht einen wichtigen Meilenstein. Trotz winterlicher Witterungsbedingungen verlaufen die Bauarbeiten an der Gänstorbrücke planmäßig, um die verkehrstechnische Entlastung der Region sicherzustellen.**
**Fortschritte bei der Fundamentierung**
Die derzeitige Phase des Brückenneubaus konzentriert sich primär auf die Errichtung der massiven Gründungselemente direkt im Flussbett der Donau. Spezialisierte Tiefbauunternehmen setzen hierbei modernste Bohrtechnik ein, um die Stabilität des künftigen Bauwerks für die kommenden Jahrzehnte zu gewährleisten. Experten überwachen kontinuierlich die Bodenbeschaffenheit, da die geologischen Bedingungen am Uferbereich als äußerst anspruchsvoll gelten. Parallel dazu werden die Vorbereitungen für die Betonage der ersten Brückenwiderlager getroffen, was eine präzise logistische Abstimmung zwischen den beteiligten Kommunen erfordert.
**Logistik und Witterungsbedingungen**
Obwohl der Wintereinbruch in Süddeutschland oft zu Stillständen auf Baustellen führt, haben die Verantwortlichen in Ulm und Neu-Ulm umfassende Vorkehrungen getroffen. Durch spezielle Abdeckungen und Heizsysteme wird sichergestellt, dass die kritischen Betonarbeiten auch bei leichten Frostgraden nicht zum Erliegen kommen. Die Materiallieferungen erfolgen über optimierte Routen, um den ohnehin belasteten Stadtverkehr nicht zusätzlich zu strapazieren. Ein Team aus Ingenieuren bewertet täglich die Lage vor Ort, um auf kurzfristige Wetterumschwünge flexibel reagieren zu können und die Sicherheit der Arbeiter zu jeder Zeit zu priorisieren.
**Verkehrslenkung und Bürgerservice**
Für die Anwohner und Pendler bleibt die Situation eine Geduldsprobe, doch die installierten Umleitungskonzepte greifen laut aktueller Einschätzung der Verkehrsbehörde effektiv. Die Behelfsbrücke, welche derzeit den Fuß- und Radverkehr aufnimmt, wird intensiv genutzt und in kurzen Intervallen gewartet. Informationstafeln an den großen Zufahrtsstraßen halten die Kraftfahrer über aktuelle Sperrungen oder kurzzeitige Behinderungen auf dem Laufenden. Das übergeordnete Ziel ist es, die Beeinträchtigungen für den Einzelhandel und die Gastronomie in der direkten Umgebung so gering wie möglich zu halten, während die schwere Maschinerie den Takt vorgibt.
**Ausblick auf die kommenden Projektphasen**
Mit Blick auf das Frühjahr planen die Baureferate beider Städte den nächsten großen Meilenstein: Das Einheben der ersten markanten Stahlelemente für den Oberbau der neuen Querung. Dieser Vorgang wird voraussichtlich den Einsatz von massiven Schwerlastkränen erfordern, was ein beachtliches logistisches Ereignis für die Region darstellen dürfte. Die vollständige Fertigstellung des gesamten Ensembles ist weiterhin für das Jahr 2027 avisiert. Bis dahin bleibt das Projekt ein Symbol für die enge Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg, um eine zukunftssichere Verkehrsader für die Donaustädte zu schaffen.
**(Ulm TV Redaktion)**

