Özdemir will um US-Wissenschaftler werben

Cem Özdemir (Archiv)

Vor dem Hintergrund des Drucks von US-Präsident Donald Trump auf US-Universitäten hat der geschäftsführende Bundesbildungs- und Forschungsminister Cem Özdemir (Grüne) dafür plädiert, um Wissenschaftler aus den USA zu werben. “Wenn sich Forschende aus den USA – aber auch weltweit – für eine Tätigkeit in Deutschland interessieren, verstehen wir dies als Chance für unseren exzellenten Forschungs- und Innovationsstandort, die wir nutzen wollen”, sagte der Grünen-Politiker dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Sonntagausgaben).

“Für Forschende bietet das deutsche Hochschul- und Wissenschaftssystem vielfältige Möglichkeiten.” Es gebe eine große Bandbreite an Forschungsprogrammen, -stipendien und -preisen, etwa über die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Alexander von Humboldt-Professur und die Max-Planck-Research-Schools für Forschende in frühen Karrierephasen.

Zwar könne die geschäftsführende Regierung keine Vorfestlegungen mehr treffen, sagte Özdemir. “Ich führe aber natürlich viele Gespräche mit Stakeholdern und den Wissenschaftsorganisationen und stelle fest: Es gibt ein breites Verständnis, Deutschland und Europa jetzt zu stärken. Es braucht ein breit gefasstes Konzept und das am besten europäisch.”

Darüber habe er sich auch bereits mit Amtskollegen aus der EU ausgetauscht und der EU-Kommission signalisiert, “dass die EU bestehende Maßnahmen nutzen sollte”, um talentierte Wissenschaftler aus Ländern, “die unter politischer und finanzieller Einflussnahme leiden”, zu unterstützen. “Die zukünftige Bundesregierung kann hier vorausschauend und mit Vernunft direkt anschließen”, so der Minister.

dts Nachrichtenagentur

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