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Ackermann legt Amt als Missbrauchsbeauftragter von Bischofskonferenz nieder

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Copyright AFP/Archiv Daniel ROLAND

Der Missbrauchsbeauftragte der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, wird sein Amt niederlegen. Die Aufgabe werde er zur Herbstvollversammlung abgeben, teilte die Bischofskonferenz am Donnerstag in Bonn mit. Es brauche möglichst bald eine neue und breiter aufgestellte Verantwortungsstruktur, damit die katholische Kirche in Deutschland der Vielschichtigkeit des Themas künftig gerechter werden könne, erklärte Ackermann selbst. Das Amt hat er seit Februar 2010 inne.

Die Bischofskonferenz teilte mit, dass sie die Verantwortung für das Amt des Missbrauchsbeauftragten künftig auf eine “breitere Basis” stellen wolle. Dafür solle ein neues Konzept erarbeitet werden. Bereits im vergangenen Jahr habe Ackermann die Bischöfe gebeten, die Verantwortungsstruktur für den Bereich des sexuellen Missbrauchs neu aufzustellen.

Der Trierer Bischof forderte, eine zügige Neukonzeption auf den Weg zu bringen. Das Missbrauchsthema lasse die Kirche nicht los. “Mit steigender Achtsamkeit nicht nur auf Formen sexualisierter Gewalt weiten sich die Fragestellungen aus und erfordern entsprechende Antworten”, führte Ackermann weiter aus.

Die Interventions- und Präventionsordnung der Deutschen Bischofskonferenz und weitere Dokumente seien ohne das “beherzte Wirken” Ackermanns so nicht denkbar gewesen, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing. Er habe über zwölf Jahre lang “eine weitreichende und mit unermüdlichem Engagement ausgefüllte Aufgabe kompetent übernommen”. Ackermann habe zur Umsetzung der sogenannten MHG-Studie, mit der der tausendfache Kindesmissbrauch durch Priester aufgearbeitet worden war, wesentlich beigetragen.

In den vergangenen Wochen war zunehmend Kritik an Ackermann laut geworden. Ihm wurde vorgeworfen den Klarnamen einer Missbrauchsbetroffenen gegen ihren Willen in einer Trierer Bistumssitzung öffentlich gemacht zu haben.

Quelle: AFP

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