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Bio-Anbauverbände fürchten wegen Inflation ums Geschäft

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Bioladen

Bio-Anbauverbände in Deutschland rechnen angesichts der hohen Inflation mit Umsatzverlusten. Alnatura, seit 1984 im Geschäft und zuletzt mit einem Umsatz von fast einer Milliarde Euro in fremden und eigenen Supermärkten, spricht von “Kaufzurückhaltung”.

Steffen Reese, Geschäftsführer von Naturland, sagte dem “Spiegel”, die positive Entwicklung der vergangenen Jahre könne einen “Dämpfer” bekommen. Gelegenheitskäufer seien “ein Unsicherheitsfaktor”, sagte Gerald Wehde, Agrarexperte des Verbandes Bioland. Die Kernklientel jedoch werde Bio treu bleiben, so Wehde gegenüber dem “Spiegel”. Seit Jahren wächst der Markt für Bio-Lebensmittel in Deutschland.

Zuletzt wurden fast 16 Milliarden Euro mit mutmaßlich nachhaltiger und lokal produzierten Lebensmitteln hierzulande umgesetzt. Im vergangenen Monat allerdings stiegen die Lebensmittelpreise im Jahresvergleich um mehr als sechs Prozent. Angesichts dessen halten die Verbraucher offenbar Ausgaben zurück. Laut einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Handelsforschung (IFH) in Köln, über die der “Spiegel” berichtet, fürchtet jeder Zweite im Land angesichts der steigenden Preise um seinen Lebensstandard.

Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 70 Prozent. Und: Zwei Drittel geben an, auf teurere Produkte verzichten zu wollen – vor allem auf nachhaltig hergestellte und zertifizierte Ware.

dts Nachrichtenagentur

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