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Rotes Kreuz warnt vor dramatischer Hungerkrise in Afrika

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Copyright AFP/Archiv Odd ANDERSEN

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnt vor einer dramatischen Hungerkrise in Afrika. Mehr als jeder vierte Mensch in Afrika – insgesamt rund 346 Millionen Menschen – leiden bereits unter “alarmierendem” Hunger, wie das IKRK am Dienstag mitteilte. In den kommenden Monaten werde die Zahl der Hungernden noch weiter zunehmen. Diese dramatische Entwicklung bleibe angesichts des Ukraine-Kriegs und anderer Krisen aber “weitgehend unbemerkt”.

Die Hungerkrise betrifft den Angaben zufolge weite Teile des Kontinents, von dürregeplagten Ländern wie Somalia und Äthiopien im Osten bis nach Mauretanien und Burkina Faso im Westen. Die “schreckliche” Notlage der Zivilbevölkerung in der Ukraine dürfe die weltweite Aufmerksamkeit nicht von anderen Krisen wie der Hungerkrise in Afrika ablenken, sagte der Leiter der internationalen Einsätze des IKRK, Dominik Stillhart, vor Journalisten in Nairobi.

Das Rote Kreuz befürchtet, dass der Krieg in der Ukraine die ohnehin katastrophale Situation in Afrika weiter verschlimmern wird. Der Krieg habe bereits zu steigenden Lebensmittel- und Treibstoffpreisen und Unterbrechungen der Lieferkette beigetragen und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie verstärkt, erklärte das IKRK.

“Wir weiten unsere Einsätze aus, um so vielen Menschen wie möglich zu helfen, aber die Zahl der Menschen, die ohne Nahrung und Wasser auskommen müssen, ist erschütternd”, sagte Stillhart. Das IKRK braucht für seine humanitäre Hilfe in Afrika in diesem Jahr eine Milliarde Euro, bisher fehlen der Organisation aber noch 800 Millionen Euro.

Allein am Horn von Afrika sind wegen der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten Millionen Menschen von schwerem Hunger bedroht. Nach UN-Angaben von Januar sind allein im Osten und Süden Äthiopiens mehr als sechs Millionen Menschen auf Hilfslieferungen angewiesen. Andere Gründe für die Hungerkrisen sind Überschwemmungen, bewaffnete Konflikte und die Corona-Pandemie.

Quelle: AFP

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