Mehr als zwei Drittel des Flugangebots an deutschen Flughäfen wiederhergestellt

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Mit dem Winterflugplan ab kommendem Sonntag gibt es nach Angaben der Luftverkehrswirtschaft wieder mehr als zwei Drittel des Flugangebots von vor der Corona-Krise. Das Angebot in den Flugplänen an den deutschen Flughäfen liegt gegenüber dem Vorkrisenniveau bei 68 Prozent, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Mittwoch mitteilte.

In der Corona-Pandemie war der Luftverkehr in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Nun sei “Licht am Ende des Tunnels” zu sehen, erklärte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow zum Winterflugplan. Allerdings seien wichtige Verkehrsströme “nach wie vor durch Reisebeschränkungen blockiert”, fügte er hinzu.

Insbesondere im Verkehr mit asiatischen Ländern bleibe das Flugangebot spürbar hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Hier brauche es dringend “praktikable Regelungen bei den Einreisebestimmungen, die sich am tatsächlichen Pandemiegeschehen orientieren, damit ein nachfragegerechtes Flugangebot aufgebaut werden kann”.

Trotz der starken Zunahme des Flugangebots sei die wirtschaftliche Lage der Luftverkehrsunternehmen aufgrund der massiven Verluste und der Verschuldungssituation “erheblich angespannt”, erklärte der BDL weiter. “Umso wichtiger ist im Hinblick auf die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Luftfahrt, dass den Unternehmen nicht weitere wettbewerbsverzerrende Sonderlasten auferlegt werden”, foderte von Randow.  

Eine “unterproportionale Entwicklung” gibt es nach Angaben des BDL indes beim innerdeutschen Flugverkehr. Hier liegt die Wiederaufnahmerate im Winterflugplan demnach bei 50 Prozent. Die Gründe hierfür seien vielseitig, erklärte der Verband. Dazu gehörten “eine veränderte Verkehrsmittelwahl bei den Menschen”, die verstärkt Pkw und Bahn nutzten, Fortschritte bei der Verknüpfung von Bahn- und Luftverkehr, der Rückzug des Anbieters Easyjet aus dem innerdeutschen Markt sowie der Wegfall von Reiseanlässen, etwa durch ausfallende Messen und Veranstaltungen.

Quelle: AFP

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