Nach seinem eigenen Umzug nach Texas hat Tesla-Chef Elon Musk nun auch die Verlegung der Zentrale des Elektroautobauers aus dem Silicon Valley in den südlichen US-Bundesstaat angekündigt. “Ich freue mich anzukündigen, dass wir unsere Zentrale nach Austin, Texas verlegen”, sagte der Unternehmer beim jährlichen Aktionärstreffen des Autobauers. Dennoch werde das Unternehmen seine “Aktivitäten in Kalifornien weiter ausweiten”.
Die Produktion im kalifornischen Fremont solle um 50 Prozent ausgeweitet werden, sagte Musk am Donnerstag (Ortszeit) und lobte insgesamt die wachsenden Absatzzahlen von Tesla – trotz Engpässen bei Halbleitern und anderen Komponenten. Daher werde Fremont an seine Grenzen geraten.
Texas erhebt keine eigene Einkommensteuer und ist wegen niedrigerer Lebenshaltungskosten attraktiv für Arbeitnehmer. Anfang Dezember hatte Musk bestätigt, dass er seinen Wohnsitz von Kalifornien nach Texas verlegt habe. Er begründete den Schritt unter anderem mit seinen dortigen Geschäftsaktivitäten. Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX entwickelt dort zum Beispiel Raketen.
Tesla errichtet nahe der texanischen Hauptstadt Austin zudem eine große Produktionsstätte. Das Werk sei “fünf Minuten vom Flughafen und 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt”, warb Musk für den Standort.
Für Musk dürfte sich der Umzug wegen der nicht erhobenen Einkommensteuer aber auch finanziell lohnen. In Kalifornien musste er bislang deutlich höhere Abgaben entrichten. Musk verwies nun zudem darauf, dass auch das Leben für die Beschäftigten im Silicon Valley enorm teuer sei – hohe Wohnkosten zwingen viele zu langen Pendelzeiten.
Tesla folgt damit weiteren Firmen, die sich in der jüngsten Vergangenheit für Texas als Standort entschieden haben – etwa Oracle und Hewlett Packard.
Quelle: AFP